Veranstaltungen 2026
فعاليات 2026
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Wiederaufbau Syriens – Dienstag, 20.10.2026
Wie wird aus einem provisorischen Lager ein Lebensort?
Diese Frage stand bei unserer gestrigen Veranstaltung zum Wiederaufbau Syriens im Mittelpunkt. Besonders eindrücklich war der Einblick in die aktuelle Situation in Nordwestsyrien. Vertreibung, fehlende Bildungs-möglichkeiten und eine unzureichende Versorgung bestimmen weiterhin den Alltag vieler Familien. Eine Zahl machte die schwierige Lage besonders deutlich: Laut der gezeigten Präsentation gehen rund 2,45 Millionen Kinder in Syrien nicht zur Schule.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch der Verein „Rebuilding Channels for Syria“ (Wiederaufbaukanäle Syriens e. V.) vorgestellt. Der unabhängige und ehrenamtlich organisierte Verein setzt sich für einen langfristigen und nachhaltigen Wiederaufbau Syriens ein. Dabei geht es vor allem darum, Fachwissen, Erfahrungen und Ressourcen zusammenzubringen und verlässliche Strukturen aufzubauen. Eine wichtige Rolle spielt die syrische Diaspora in Deutschland, die ihre beruflichen Kenntnisse und Netzwerke einbringt.
Der Verein arbeitet in sechs Bereichen: Medizin und Gesundheit, Technik und Infrastruktur, Wirtschaft und Entwicklung, Bildung und Wissenschaft, Recht und Übergangsjustiz sowie Medien und Öffentlichkeitsarbeit. Während der Veranstaltung wurden verschiedene Projekte vorgestellt, darunter die Herstellung von Prothesen durch 3D-Druck, der Aufbau von Jugendzentren, medizinische Kooperationen und Projekte im Bereich erneuerbarer Energien. Ziel ist es, nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern langfristige Perspektiven für die Menschen vor Ort zu schaffen.
Besonders interessant war auch die Rolle der syrischen Diaspora. Viele Syrerinnen und Syrer sind selbst nach Deutschland geflüchtet, haben hier zahlreiche Herausforderungen bewältigt und sich ein neues Leben aufgebaut. Gleichzeitig bleibt die Verbindung zu ihrer ursprünglichen Heimat bestehen. Für viele ist Deutschland inzwischen ebenfalls zu einer zweiten Heimat geworden. Umso wichtiger ist der Gedanke, nicht nur den Wiederaufbau Syriens zu unterstützen, sondern auch die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern zu stärken. Gerade in Bereichen wie Medizin, Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft können Wissen, Erfahrungen und Kontakte ausgetauscht werden, von denen beide Seiten profitieren.
Die Veranstaltung hat gezeigt, dass der Wiederaufbau Syriens weit mehr bedeutet als den Wiederaufbau von Gebäuden und Infrastruktur. Es geht auch darum, Bildung und gesellschaftliche Strukturen zu stärken, Wissen weiterzugeben und den Menschen neue Zukunftsperspektiven zu ermöglichen. Das Engagement der syrischen Diaspora und die Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Al Hari, der Mohamad Nour Aldghim vertrat, für die spannenden Einblicke sowie an alle Teilnehmenden und unser Organisationsteam für den gelungenen Abend!
Lesezirkel: ,,Wenn sich unsere Herzen öffnen"
- Do. 08.10.2026
Veranstalter: Netzwerk Muslimischer Akademiker
© Netzwerk Muslimischer Akademiker
Im Rahmen der Arabischen Kulturwochen fand am 8. Oktober in Zusammenarbeit mit dem Lesezirkel des NmA an der Universität Hamburg eine gemeinsame Buchbesprechung zu Navid Kermanis Werk „Wenn sich unsere Herzen gleich öffnen“ statt. Über 25 Teilnehmende tauschten sich über zentrale Themen des Buches aus, insbesondere über das Verhältnis von Liebe, Kunst, Kultur und Politik.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kunst und Kultur Menschen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Ansichten zusammenbringen und den Dialog fördern können. Gleichzeitig wurde darüber diskutiert, welche Rolle Liebe und Ästhetik im gesellschaftlichen Zusammenleben spielen und wie bestehende Sichtweisen durch kulturelle Erfahrungen hinterfragt werden können.
Der Abend zeigte, wie Literatur neue Perspektiven eröffnen und einen wertvollen Austausch ermöglichen kann.
Wir bedanken uns herzlich beim Team des Lesezirkels des NmA für die gelungene Zusammenarbeit sowie bei allen Teilnehmenden für die interessanten Gespräche und Diskussionen!
Antidiskriminierungsstrategie der EU – Fr. 02.10.2026
Rassismus ist nicht nur ein individuelles Problem, sondern kann tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert sein. Bei der Veranstaltung wurde die neue Europäische Strategie zur Bekämpfung von Rassismus 2026–2030 vorgestellt und diskutiert. Im Fokus standen dabei struktureller Rassismus, rechtlicher Schutz, soziale Gleichheit, die Rolle der Zivilgesellschaft und die Verantwortung der Europäischen Union selbst.